awake: since 4-ish
mood: confused
coffein: 8 Caffè Latte
Moin moin,
Nachdem es ja in der vergangenen Woche endlich mal gute Nachrichten gab, sollte man meinen, dass es einem richtig gut geht.
Das tut es einerseits auch, aber andererseits merkt man nun auch um so mehr, wie einsam man in Wirklichkeit ist.
In der Familie weiss ja niemand von der ganzen Geschichte, da man sie nicht belasten wollte, was sich nun ein wenig rächt, da man auch niemanden hat, mit dem man seine Freude, seine Erleichterung, etc. teilen könnte.
Einer Freundin -zusammen mit ihrem Freund- hat man es einen Tag später am Telefon erzählt, und die Reaktion war einfach genial. Beide haben sich mit einem so sehr gefreut, dass der Taschentuch-Konsum angekurbelt wurde.
Leider waren sie nicht in Berlin.
Ein anderer guter Freund, dem man es erzählt, reagiert so gar nicht. Und dieser hatte die ganze Scheiße mit der Strahlentherapie, den Medikamenten, den Schwächeanfällen, dem Haarausfall, den Gewichtsschwankungen, den Nervenzusammenbrüchen, etc. life mitbekommen… das Desinteresse war enttäuschend.
Das sind dann die Momente, in denen man sich richtig einsam fühlt…
- alone in a crowd… -
… wo man alles nur noch durch eine Seifenblase oder Watte mitbekommt und still beobachtet. Andere haben Spass und man müsste sich eigentlich freuen…. tut man auch, aber irgendwie kann man nicht mehr aus sich raus.
Das sind auch die Momente, in denen man seinen Partner, die bisher einzige Liebe seines Lebens, so sehr vermisst, dass es nur noch schmerzt.
Egal, da muss man durch…
